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5. Station

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Versiegelungsmonitor

5. Station

LORENM IPSUM

von Katarina Huth
, Robin Albers

Um Hochwasser und Hitze Herr zu werden, gibt es in der Stadtplanung das Konzept der sogenannten „Schwammstadt“: Bei Starkregenereignissen wie in der Südvorstadt im Sommer soll das Wasser nicht über die Kanalisation abgeleitet werden – in Leipzig ist die für große Mengen Niederschlag eh zu klein. 

Die Lösung sind Grünflächen und entsiegelte Flächen. Sie können Wasser aufnehmen und so das Überflutungsrisiko senken. Positiver Nebeneffekt: Das gespeicherte Wasser verdunstet im Sommer und kühlt die Stadt ab. 

Das bedeutet, dass eigentlich mehr entsiegelt werden müsste. Allerdings ist das Gegenteil in Leipzig der Fall. Sie ist die am stärksten wachsende Stadt Deutschlands, es muss also viel gebaut werden. 

Auch Grünflächen, die die Stadt selbst als schutzwürdig für das Klima in Leipzig deklariert, bleiben nicht davon verschont. Wie das Jahrtausendfeld. Auf dem brachliegenden, 2,3 Hektar großen, bewachsenen Areal in Lindenau soll die International School Leipzig gebaut werden, mit einem Campus für 1.600 Schülerinnen und Schüler. Petitionen und Bürgerinitiativen konnten das ursprünglich größer angelegte Bauvorhaben ein wenig bremsen. Große Teile des Jahrtausendfeldes werden jedoch vermutlich trotzdem versiegelt.

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Author: Katarina Huth

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